Auf halber Strecke zwischen Wismar und Rostock liegt das größte Seebad an der mecklenburgischen Ostseeküste: Kühlungsborn. Die Strandpromenade ist mit 3.150 Metern die längste Deutschlands und ideal zum Bummeln oder Spazierengehen entlang des Wassers. Ebenfalls groß - nämlich sechs Kilometer lang und bis zu 50 Meter breit - ist der schöne Sandstrand. Hier ist viel Platz zum sonnenbaden, spielen und Sport treiben. Am Animationsstrand beispielsweise können sportbegeisterte Urlauber Gymnastik machen oder Volleyball und Fußball spielen. Für Tierbesitzer gibt es drei Hundestrände und FKK-Fans haben ebenfalls zwei spezielle Strände zur Auswahl. Bootsbesitzer finden im Yachthafen rund 400 Liegeplätze und eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Geschäften, Tankstelle und Verleih.

Ob auf Postkarten, Flaggen oder Prospekten - überall stößt der Besucher auf das Motiv der drei fliegenden Möwen. Sie sind das Wahrzeichen von Kühlungsborn und symbolisieren die drei Orte, aus denen das Ostseebad 1937 entstanden ist: Brunshaupten, Arendsee und Gut Fulgen. Zunächst hieß Kühlungsborn übrigens umständlich Ostseebad Brunshaupten-Arendsee, bis es dann den aktuellen Namen erhielt. Der stammt von dem kleinen Höhenzug Kühlung im Süden des Ortes.


Beeindruckende Bäderarchitektur

Erker, Loggien, Säulen, Verzierungen: Auffallend sind in Kühlungsborn die vielen schönen Häuser

im Stil der Bäderarchitektur. Sie bieten heute nicht nur stilvolle Unterkünfte für Urlauber, sondern erinnern auch an die Vergangenheit des Ostseebades zur Wilhelminischen Zeit. Damals, zwischen dem Ende des 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts, entstanden die prächtigen Villen, Hotels und Pensionen.


Wandern und Radfahren

Die Kühlung, deren höchste Erhebung 130 Meter misst, ist einmalig an der Mecklenburger Küste. Dicht bewaldete Hügel, Schluchten, Bäche und Tümpel prägen das Bild der Landschaft und machen den Höhenzug zu einem idealen Wandergebiet. Vom höchsten Punkt aus, dem Diedrichshagener Berg, haben Naturliebhaber einen wunderschönen Ausblick auf Kühlungsborn und das Umland.

Eine schöne Strecke zum Wandern sind auch die Wege an der Küste.


Kühlungsborn bietet einen feinen, schier endlosen Sandstrand, so weit das Auge reicht, hübsch getupft mit weiß-blauen Strandkörben. Knapp 6 Kilometer zieht sich diese Freiluftarena hin, und wird oft als „Deutsche Riviera“ bezeichnet, was  auf den ersten Blick garnicht so abwegig erscheint, denn Kühlungsborn, Mecklenburgs größter Bade- und Erholungsort, rangiert  auf der Skala der Sonnenorte weit oben. Maritimes Flair auch an der Marina: Der Bootshafen ist ein ständiger Besuchermagnet für Urlauber und Einheimische und das Segelgebiet bis Warnemünde ein reizvolles Revier mit attraktiven Zielen. Der zentral gelegene Stadtwald und die drei Kilometer lange Strandpromenade laden zu abendlichen Spaziergängen ein. Einmalig ist der durchgängig unverbaute Blick auf Meer und Strand.

Um die Wende zum 19. Jahrhundert, als der Ort Kühlungsborn noch aus den drei Dörfern Arendsee, Brunshaupten und Fulgen bestand, machten sich Adel und Großbürgertum daran, ihre ganz individuellen Domizile in dem jungen Seebad zu errichten. Dabei konnten die Bauherren ihren architektonischen Wünschen freien Lauf lassen. Ob in Anlehnung an Renaissance, Barock oder Klassizismus – in der Bäderarchitektur fand auf spielerische Art und Weise zusammen, was noch nie zusammengehörte. Einzige Übereinstimmung: Die Villen bekamen die charakteristische Farbe weiß. Nicht minder beeindruckend ist ein Ausflug mit der Bäderbahn Molli zum Doberaner Münster, einer Zisterzienserklosterkirche. Das im Jahre 1171 gegründete Kloster hatte als erstes mecklenburgisches Kloster und landesfürstliche Hauptgrablege bereits im Mittelalter höchste politische und historische Bedeutung. Ruhesuchende im Ort Kühlungsborn ziehen sich oft in die südlich gelegene Kühlung, eine wunderschöne und dicht bewaldete Hügellandschaft zurück.